• Eigentümer mit Raumplanungsgesetz teilweise zufrieden

Eigentümer mit Raumplanungsgesetz teilweise zufrieden

02.11.2018

Der Hauseigentümerverband Graubünden hat mit einiger Sorge der Behandlung des kantonalen Raumplanungsgesetzes durch den Grossen Rat des Kantons Graubünden entgegengeschaut, denn der Entwurf der Regierung ging ohne Not weit über das vom Bund vorgegebene Minimum hinaus und schaffte neue Zielkonflikte.

Der Grosse Rat hat nun Weitsicht bewiesen und einige wichtige Korrekturen vorgenommen. So wurden die Bestimmungen gestrichen, welche bei Auf- und Umzonungen eine Mehrwertabgabe verlangten. Das ist auch deshalb richtig, weil das Bundesrecht dies nicht verlangt. Ohne Mehrwertabgabe kann die Innere Verdichtung, das heisst grössere und höhere Häuser, gegenüber der Neueinzonung privilegiert werden. Damit wird den Anforderungen an das Raumplanungsgesetz besser Rechnung getragen. Zudem entstehen bei den Grundeigentümern bei einer Mehrwertabgabe auf Auf- und Umzonungen Planungshemmnisse, Investoren sind schwierig zu finden und Projekte werden nicht realisiert. Mehr als nur ein Schönheitsfehler ist die Erhöhung des Abgabesatzes von den vom Bund vorgegebenen 20 auf 30 Prozent bei Einzonungen. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Kanton Graubünden über das schweizweit gültige Mass von 20 Prozent hinausgehen muss.

Reto Nick, Geschäftsführer Hauseigentümerverband Graubünden: 081 250 50 33 oder 079 471 69 05